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Leseprobe Spitzwegerich




42. Der Spitzwegerich – der Ritter
 
Hallo, ich bin der Spitzwegerich, ich stehe auf Eurem Weg und in den Wiesen. Ich bin Euch Menschen schon sehr lange ein Wegbegleiter. Ich schütze Euch vor Erkältungen und Husten, ich nehme Euch das Fieber. Meine Blätter, meine Wurzeln, sogar mein Samen sind Euch nützlich und auch die Bienen holen meinen Pollen. Wenn Ihr meine Blüten abmäht, recke ich sie von neuem in die Höhe zur Freude der Bienen. Ihr solltet mich nicht im Rasen als Unkraut betrachten, denn mein Pollen steht den Bienen noch zur Verfügung, wenn die anderen Blüten rar werden.
 
Ich helfe Euch aber auch Verletzungen zu heilen, Wunden zuschließen. Ich ziehe einen Schutzfilm über Eure Wunden und kühle die Hitze der Entzündungen. Ich bin eine starke Waffe gegen Infektionen, wie meine Blätter Euch erzählen, die wie Speerspitzen und scharfe Messer aussehen und Euch an Stichverletzungen erinnern, nicht nur durch Speere und Messer verursacht, sondern auch durch Stiche der Insekten.
 
Ich bin Euch ein Schutz, wie meine Blüte Euch erzählt, die wie eine Pelzmütze aussieht. Ich freue mich, wenn ich Euch helfen kann, denn das ist meine Aufgabe. Ich bin ein Diener Eurer Gesundheit.
 
Lasst mich also in Euren Gärten wachsen und vertreibt mich nicht aus Eurem Rasen. Ich bin ein wichtiges Glied in der Kette der Natur, in Urds Netz.
 
Ich bin ein Verbündeter der Weisen Frauen, schon seit ewigen Zeiten. Ich rettete Euch vor dem Tod bevor es Eure Antibiotika gab. Ich habe Euch ins Gleichgewicht zurückgebracht und tue das heute noch. Ich helfe Euch auch, wenn Ihr durch die Natur streift und bringe Euch in die Mitte zurück, Eure psychischen Verletzungen heilend. Ich bin da, auf Eurem Weg, auch wenn Ihr mich nicht bemerkt, weil andere Blüten Euch in ihren Bann ziehen.
 
Ich bin wie ein stiller, alter, treuer Diener, der weiss, was Ihr braucht und Euch genau das bringt. Der immer da ist, still und unbemerkt und Euch zur Hand geht, der Euch die Utensilien reicht, die Ihr gerade benötigt, ohne dass Ihr ein Wort darüber verlieren müsst, der manches schon parat hält, auch wenn Ihr selbst noch nicht daran gedacht habt.
 
Ich bin Eure Waffe gegen die Verletzungen dieser Welt. Ich bin Euer Krieger mit Schild und Speer, der an Eurer Tür steht und nur den einlässt, der eingelassen werden darf.
 
Meine Botschaft für Dich
 
Du kreuzt meinen Weg, wenn Du Hilfe brauchst gegen Verletzungen, die Dir zugefügt wurden und die wie ein Geschwür in Dir nagen und Dich zu zerstören drohen. Sie durchbohren Dich und hinterließen Keime des Hasses, der Wut, der Ohnmacht, der Schutzlosigkeit. Jemand hat Dein Innerstes getroffen, ist in Dein Reich eingedrungen, hat Deine Grenzen verletzt und nun brauchst Du Hilfe, um die Grenzen wieder herzustellen, um das Eingedrungene zu beseitigen und die Wunden zu schließen. Du brauchst Hilfe, um daraus zu lernen, warum dies möglich war, warum man Deine Grenzen missachtet hat, warum man meint, Dich missachten zu können.
 
Du fragst Dich, ob Du diese Respektlosigkeit verdient hast und ob Du einen Grund geliefert hast.
 
Ich kann Dir helfen zu erkennen, wo die Ursache lag, denn ich stehe auf Deinem Weg und weiß, welchen Grund es geben könnte.
 
Ich bin Dir eine Waffe die Eindringlinge hinauszuwerfen und das Tor zu schließen, damit Du Kräfte sammeln kannst, um ein erneutes Eindringen zu verhindern.
 
Ich helfe Dir in Deine Mitte zu kommen, um zu erkennen, dass es immer zwei dafür gibt, einen der eine Ursache zum Angriff liefert und einen, der diese Ursache sucht.
 
Ich bin Deine Speerspitze, Deine Verteidigung.
 
Ich bin Dein Wachposten am Tor, ich bin Dein Ritter, der Dir zu Diensten ist, der einen Eid geschworen hat, Dein Leben zu verteidigen, Deine Position zu wahren, Dein Reich zu schützen und Feinde vor den Toren zu halten.
 
Ich gebe mein Leben für Deines. Aber ist es nicht besser dafür zu sorgen, dass Du keinen Grund für einen Angriff lieferst, bevor die Feinde auch mich überwältigen? Deshalb ist es wichtig für Dich herauszufinden, was der Anlass ist, dass Du Feinde vor den Toren hast und warum sie gewaltsam Einlass begehren. Wo Deine Schwäche liegt, die andere dazu verführt, Dich zu verletzen. Ich werde Dir helfen, diese alte Wunde zu finden. Ich werde Dir helfen, diese alte Wunde zu schließen, die die Ursache ist für Deine Schwäche, die die Ursache ist, dass Deine Feinde vor den Toren lauern, die Gelegenheit suchend zum Angriff.
 
Ich helfe Dir, dass sie die Gelegenheit nicht mehr erhalten und aufgeben und erkennen, dass es keine Gelegenheit mehr geben wird und davonziehen.
 
Ich höre vor dem Tor, was Deine Feinde vorzubringen haben, um den Angriff zu rechtfertigen und helfe Dir die richtige Strategie für die Verteidigung zu entwickeln. Ich bin ein Ritter, ein alter Kämpe und kann auf unzählige Erfahrungen darin zurückgreifen. Du kannst auf meine Dienste vertrauen, wie ein langer Weggefährte. Ein Weggefährte und ein Diener, der schon Deinen Großeltern und Deinen Eltern dienen durfte und glücklich ist, auch der jüngsten Generation beistehen zu dürfen, um für das Wohlergehen der Jüngsten zu sorgen. 
 
Bei den Angelsachsen wurde er als eines der heiligen Kräuter bei Fieber, Schlangenbissen, Wunden, Hämorrhoiden und anderen Erkrankungen geschätzt. In der Volksheilkunde werden die frischen zerriebenen Blätter bei Insektenstichen, bei Verbrennungen und Wunden verwendet. Bei Zahnschmerzen wird das Kauen der Wurzel empfohlen. Tee oder Saft nimmt man bei Erkrankungen der Atemwege: Husten, Heiserkeit, chronische Katarrhen. Die Homöopathie schätzt ihn bei Nervenschmerzen und Bettnässen.



Erscheinungsdatum
1. Februar 2017

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karin@die-regenbogen
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